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Bildstabilisierung: So vermeidest du verwackelte Fotos und Videos

19. Juli 2023
Lesezeit: 4 Minuten

In der Fotografie spielt die Bildstabilisierung eine wichtige Rolle. Sie verhindert unscharfe Bilder, die durch Kamerabewegungen entstehen können. Insbesondere Kameras von Canon, Sony, Olympus oder Panasonic bieten mittlerweile eine sehr gute Stabilisierung, unterstützt durch Objektive und Sensoren. Hier erfährst du, wie du die Bildstabilisierung nutzen kannst, um noch bessere Bilder zu schießen.

Einleitung

Ärgerst du dich immer wieder über verwackelte Bilder und Videos? Dann ist  Bildstabilisierung das richtige Thema für dich. In diesem Artikel werden wir uns mit den verschiedenen Arten von Bildstabilisierung beschäftigen und dir Tipps dazu geben. 

Was ist Bildstabilisierung?

Bei der Bildstabilisierung wird die Bewegung des Fotografen oder der Kamera ausgeglichen, um verwackelte Bilder zu vermeiden. Hierzu verfügen gute Kameras über einen Stabilisator im Objektiv oder auch im Kameragehäuse. Einige Kameras haben mittlerweile sogar einen Bildstabilisator direkt im Sensor integriert. Die Bildstabilisierung ist vor allem bei schwierigen Bedingungen wie schlechtem Licht oder langen Verschlusszeiten sehr wichtig. 

Wie funktioniert die Bildstabilisierung?

In Kameras mit Bildstabilisierung erkennt der Sensor den Bewegungsablauf der Kamera und passt das Bild dementsprechend an. Bei Kameras ohne Bildstabilisator können das Objektiv oder Zubehör wie Stative oder Gimbals zur Stabilisierung beitragen. Fast alle Hersteller bieten mittlerweile Kameras mit Bildstabilisierung an, die das Filmen und Fotografieren erleichtern. Wenn du also auf der Suche nach einer neuen Kamera bist, solltest du darauf achten, ob eine Bildstabilisierung vorhanden ist. Aber auch die Software kann eine Rolle spielen. Durch die Verwendung der richtigen Einstellungen und Tipps von Profis kann die Bildstabilisierung noch weiter optimiert werden. Hier ein Beispiel, wie Bildstabilisierung auch softwareseitig funktioniert.

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Welche Arten der Bildstabilisierung gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Bildstabilisierung. Am gebräuchlichsten ist die optische Bildstabilisierung. Sensoren in Objektiv oder Kameragehäuse erkennen jede Bewegung der Kamera. Anschließend werden die optischen Elemente in Kamera oder Objektiv entsprechend der Bewegung korrigiert. Allerdings können starke Erschütterungen nicht komplett ausgeglichen werden. Die optische Bildstabilisierung soll vor allem kleine Bewegungen, wie zum Beispiel durch zittrige Hände, ausgleichen.

Weiterhin gibt es digitale Bildstabilisatoren. Diese Technologie wird in Smartphones, Digitalkameras und anderen elektronischen Geräten verwendet und bietet eine bequeme Möglichkeit, stabile Aufnahmen zu erhalten. Der digitale Bildstabilisator funktioniert durch die Anwendung von Algorithmen, die die Bewegung der Kamera verfolgen und die unerwünschte Bewegung ausgleichen. Im Wesentlichen analysiert die Technologie die Bewegung und passt das Bild automatisch an, um es korrekt auszurichten.

Die meisten guten Kameras bekannter Marken setzen auf eine Kombination der beiden genannten Methoden. Sie haben oft eine 5-Achsen-Bildstabilisierung, die wir für empfehlenswert halten.

Stative und Gimbals

Aber auch Stative und Gimbals können in vielen Situationen ganz wesentlich zur Bildstabilisierung beitragen. 

Ein Stativ eignet sich besonders gut für statische Aufnahmen, bei denen sich Kamera und Fotograf nicht bewegen. Es gibt verschiedene Arten von Stativen (z.B. Dreibein- oder Einbeinstative) für unterschiedliche Einsatzbereiche. Bei der Auswahl ist es wichtig, dass das Stativ stabil genug ist, um das Kameragewicht zu tragen. Man muss auch darauf achten, dass man die eigene Kamera fest auf dem Stativ montieren kann, beispielsweise durch einen entsprechenden Adapter.  

Ein Gimbal hingegen ist ein motorisiertes Stabilisierungssystem, das die Bewegungen der Kamera ausgleichen soll. Er besteht aus bis zu drei Achsen, die jeweils mit einem Motor und einem Sensor ausgestattet sind. Diese Sensoren messen kontinuierlich die Bewegungen der Kamera und geben diese Informationen an die Motoren weiter, welche dann in Echtzeit gegensteuern. Dadurch wird eine ruhige und flüssige Aufnahme ermöglicht, selbst wenn man sich schnell bewegt oder unebenes Gelände betritt. Gimbal-Systeme werden häufig bei Drohnen eingesetzt, um verwackelte Luftaufnahmen zu vermeiden. Beim Filmen ist ein Gimbal mittlerweile unverzichtbar geworden. Mit ihm lassen sich professionelle Ergebnisse erzielen, ohne dass teures Equipment wie Steadicams benötigt werden. Der Einsatz von Gimbals hat somit nicht nur einen praktischen Nutzen für Hobbyfilmer oder Fotografen, sondern auch für Produzenten von Filmen jeglicher Art. Ganz egal, ob Werbung oder Spielfilmproduktionen: Die Verwendung eines solchen Systems kann den entscheidenden Qualitätsunterschied machen! 

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Wie kann man die Bildstabilisierung bei Videos verwenden?

Ein wichtiger Tipp für Videofilmer ist, die Kamera nicht zu schnell zu bewegen und einen Gimbal zu verwenden. Bei langsamen, gleichmäßigen Bewegungen können die Stabilisatoren, die in den Kameras verbaut sind, die Verwacklungen besser ausgleichen. Eine gute Bearbeitungssoftware wie Adobe Premiere oder Final Cut Pro kann das Ergebnis weiter verbessern. 

Wie kann man die Bildstabilisierung bei Fotos verwenden?

Bei schwierigen Lichtbedingungen kann es eine Herausforderung sein, unscharfe Bilder zu vermeiden. Zum Glück bieten viele Kameras, wie die Canon EOS und die Panasonic, heute eine Bildstabilisierungsfunktion an, die unabhängig vom verwendeten Objektiv funktioniert. 

Beim Einsatz der Bildstabilisierung sollte man darauf achten, dass es eventuell notwendig ist, die Verschlusszeit zu verringern (etwa durch eine größere Blende und/oder die Erhöhung des ISO-Werts), um unscharfe Bilder zu vermeiden. Mit der richtigen Kombination aus Kamera, Objektiv und Bildstabilisierungstechnologie ist es auf jeden Fall einfacher, scharfe Bilder zu bekommen.

All denen, die gern auf Reisen und vor allem zur “Blauen Stunde” fotografieren, möchten wir  die Kameras des Olympus OM Systems in Kombination mit einem der Pro Objektive empfehlen: Mit ihnen gelingen oft Aufnahmen mit bis zu drei Sekunden Belichtungszeit - und zwar aus der Hand und ohne Stativ.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Bildstabilisatoren ihre Grenzen haben. Bei wenig Umgebungslicht und langen Belichtungszeiten, vor allem am Abend oder vor Sonnenaufgang, ist die Nutzung eines Stativs unerlässlich. Wichtig: Dabei sollte der Bildstabilisator ausgeschaltet werden, weil er sonst den gegenteiligen Effekt haben könnte. 

Fazit

Egal ob bei Videoaufnahmen oder Fotos, die Bildstabilisierung kann die Qualität von Bildern oft deutlich erhöhen. Wir hoffen, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, dir ein besseres Verständnis für die Bildstabilisierung zu vermitteln. Probiere es einfach selbst aus und experimentiere damit. Wir sind uns sicher, dass du damit erstaunliche Ergebnisse erzielen wirst. Wenn du weitere interessante Artikel zum Thema Fotografie und Videografie lesen möchtest, sieh dich gerne hier in unserem Blog um. Wir freuen uns, wenn wir dir dabei helfen können, deine Fähigkeiten als Fotograf oder Videofilmer weiterzuentwickeln.

FAQ

Wann braucht man einen Bildstabilisator?

Ein Bildstabilisator ist dann nötig, wenn man Bilder oder Videos mit einer längeren Belichtungszeit aus der Hand und ohne Stativ aufnehmen möchte. Durch leichte Verwacklungen oder Zittern der Hand kann es sonst zu unscharfen Bildern oder verwackelten Videos kommen. Ein Bildstabilisator korrigiert diese Bewegungen und sorgt somit für scharfe Bilder und stabile Videos. Besonders bei Teleobjektiven, die das Bild im Vergleich zu Weitwinkelobjektiven stark vergrößern, ist ein Bildstabilisator empfehlenswert, da hier bereits kleinste Bewegungen der Hand zu unscharfen Bildern führen können. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder in Innenräumen mit wenig Licht ist ein Bildstabilisator sinnvoll, da hier längere Belichtungszeiten notwendig sind. Mithilfe der Bewegungskorrekturen durch den Stabilisator kann man auch unter diesen Bedingungen noch scharfe Bilder aufnehmen.

Wann sollte man den Bildstabilisator ausschalten?

Der Bildstabilisator ist eine Technologie in Kameras und Objektiven, die durch mechanische oder elektronische Mittel dazu beiträgt, die Bildunschärfe durch unerwünschte Kamerawackler zu reduzieren. In der Regel ist es sinnvoll, den Bildstabilisator immer eingeschaltet zu lassen. Es gibt jedoch Situationen, in denen es ratsam oder sogar erforderlich ist, den Bildstabilisator auszuschalten. Zum Beispiel kannst du versuchen, besondere Bildeffekte zu erzielen, indem du die Kamera während der Aufnahme absichtlich  bewegst um Bewegungsunschärfen zu erzielen; ein Stabilisator stört dabei. Es ist auch ratsam, den Bildstabilisator auszuschalten, wenn du deine Kamera auf einem Stativ verwendest. In diesem Fall kann der Bildstabilisator nämlich bewirken, dass das Bild unscharf wird, da er versucht, eine Bewegung auszugleichen, die nicht vorhanden ist. Durch das Ausschalten des Bildstabilisators kannst du sicherstellen, dass deine Bilder scharf und klar sind.
Doch grundsätzlich ist der Bildstabilisator eine sehr nützliche Kamerafunktion, die dir dabei hilft schärfere und klarere Fotos und Filme aufzunehmen. 

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Autor

Julia
Ich bin Julia, eine begeisterte Fotografin und Autorin in diesem Blog. Hier teile ich meine Erfahrungen, Tipps und Tricks rund um die Fotografie, Design und Marketing. Begleite mich auf meinem kreativen Abenteuer und lass dich inspirieren!
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