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Tipps und Tricks für beeindruckende Tierfotos

18. Juli 2023
Lesezeit: 4 Minuten

Einleitung

Tierfotografie ist eine faszinierende und lohnende Disziplin, die nicht nur fotografisches Können, sondern auch Verständnis und Respekt für die Tierwelt erfordert. Sie bietet die Möglichkeit, die Schönheit und Vielfalt der Tierwelt zu zeigen und besondere Momente zu teilen, die die meisten Menschen sonst nie erleben würden. Tierporträts sind aber auch eine große fotografische Herausforderung, denn man muss sich dem Tier unauffällig nähern können und viel Geduld aufbringen, um ein gutes Foto zu bekommen. In diesem Artikel verraten wir dir einige Tipps und Tricks dafür.

Die richtige Ausrüstung

Die Wahl der richtigen Ausrüstung ist ein entscheidender erster Schritt in der Tierfotografie. Eine Kamera mit einer schnellen Serienbildfunktion und einem zuverlässigen Autofokus ist wichtig, um schnelle Bewegungen festzuhalten. Zur Wahl stehen im Wesentlichen eine Vollformatkamera und eine Kamera mit APS-C-Sensor.

Vollformatkameras, wie die Canon EOS 5D Mark IV oder die Nikon D850, bieten in der Regel eine bessere Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, und ein breiteres Sichtfeld. Dies kann besonders nützlich sein, wenn du in der Dämmerung fotografierst oder wenn du Landschaftsaufnahmen mit Tieren im Vordergrund aufnehmen möchtest.

Kameras mit APS-C-Sensoren haben einen kleineren Sensor und daher einen Crop-Faktor, der die effektive Brennweite deines Objektivs erhöht. Dies kann ein Vorteil sein, wenn du Tiere aus großer Entfernung fotografierst, da es dir ermöglicht, das Motiv auch ohne ein extrem langes Teleobjektiv näher heranzuholen. Außerdem sind APS-C-Kameras in der Regel leichter und kostengünstiger als Vollformatkameras.

Teleobjektive sind oft unerlässlich, um Tiere aus sicherer Entfernung zu fotografieren. Objektive mit einer Brennweite von 200mm bis 600mm sind daher in der Tierfotografie weit verbreitet. Sie ermöglichen es, auch aus der Distanz detailreiche Aufnahmen zu machen, ohne die Tiere zu stören. Beliebte und bewährte Objektive sind das Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM oder das Nikon AF-S NIKKOR 200-500mm f/5.6E ED VR.

Ein stabiles Stativ ist ebenfalls unverzichtbar für scharfe Aufnahmen, besonders bei Aufnahmen mit langen Brennweiten oder langen Belichtungszeiten. Ein Stativ wie das Manfrotto MT055XPRO3 bietet eine robuste Unterstützung und Flexibilität bei der Positionierung deiner Kamera.

Letztlich hängt die Wahl von Kamera, Objektiv und Stativ von deinen spezifischen Bedürfnissen und natürlich auch deinem Budget ab. Es ist ratsam, vor dem Kauf verschiedene Optionen auszuprobieren, um herauszufinden, welche am besten zu deinem Stil von Tierfotografie passt.

Giraffe in Namibia bei Sonnenuntergang
Dieses Bild wurde mit dem EF500mm f/4L IS USM von Canon aufgenommen - © Fotofeeling / Westend61

Kleidung und Tarnung

Die richtige Kleidung und Tarnung sind wichtig, wenn es darum geht, sich den Tieren zu nähern, ohne sie zu stören. Trage farblich an die Umgebung angepasste Kleidung und vermeide plötzliche Bewegungen. Ein Tarnzelt kann eine wertvolle Investition sein, besonders wenn du scheue oder seltene Tiere fotografieren möchtest. Tarnzelte, wie das Tragopan V6 oder das Stealth Gear Two Man Wildlife Photography Hide, sind in der Regel leicht, tragbar und bieten genug Platz für eine Person und ihre Ausrüstung. Sie sind je nach geplantem Einsatzort in verschiedenen Farben und Mustern erhältlich, um bestmöglichen Tarneffekt zu gewährleisten. Du kannst sie in spezialisierten Fotogeschäften oder online auf Websites wie Amazon oder B&H Photo erwerben.

Geduld und Timing

Geduld ist, wie eingangs bereits angedeutet, vielleicht die wichtigste Eigenschaft eines Tierfotografen. Denn es kann leicht Stunden oder sogar Tage dauern, bis sich die perfekte Gelegenheit für ein Foto ergibt. Dies kann bedeuten, dass du lange Zeit stillsitzen und darauf warten musst, dass ein Tier in Sicht kommt. Es kann auch bedeuten, dass man immer wieder zu den gleichen Orten zurückkehrt, an denen sich die Tiere aufhalten, um das perfekte Licht einzufangen oder das Verhalten der Tiere im Bild festzuhalten. Studiere die Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Tiere, die du fotografieren möchtest, um dein Timing zu optimieren. Aber vergiss bei aller Planung auch nicht, dass oft gerade die unerwarteten Momente die besten Fotos ergeben.

Licht, Bildaufbau und Perspektive

Nutze das natürliche Licht, besonders in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, wenn das Licht weich und golden ist. Achte auf den Hintergrund deiner Aufnahmen und versuche, Ablenkungen zu minimieren. Experimentiere mit verschiedenen Perspektiven und Einstellungen. Versuche, das Tier auf Augenhöhe zu fotografieren, um eine direkte Verbindung zum Blick des Betrachters herzustellen. Sei geduldig und warte auf den richtigen Moment, bevor du den Auslöser drückst - oft sind es gerade dieses Warten auf den perfekten Ausdruck oder die perfekte Pose, was ein gutes Foto zu einem großartigen macht. Sei kreativ: Probiere verschiedene Kompositionstechniken aus, wie zum Beispiel die Drittelregel oder das Spielen mit der Tiefenschärfe durch verschiedene Blendenwerte. Und vergiss nicht, auch das Verhalten und die Interaktionen der Tiere zu erfassen, nicht nur ihre Porträts.

Zebra-Herde im Morgenlicht
Zebra-Herde im Morgenlicht - © Markus Pavlowsky / Westend61
Hochlandrind in Schottlands
Mit dem Hochlandrind auf Augenhöhe - © Scott Masterton / Westend61
Porträt des Östlichen Grauen Kängurus (Macropus giganteus)
Drittregel beachtet und viel Tiefenschärfe beim Portrait dieses Kängurus - © Fotofeeling / Westend61

Tiere nicht stören!

Ein guter Tierfotograf respektiert immer die Tiere und ihre Umgebung. Störe die Tiere nicht und halte sicheren Abstand. Denke daran, dass du dich in ihrem Lebensraum bewegst und dass ihr Wohlbefinden immer Vorrang haben sollte. Dies bedeutet auch, dass du die Tiere nicht füttern oder auf andere Weise versuchen solltest, ihr natürliches Verhalten zu manipulieren, um ein Foto zu bekommen. Stattdessen solltest du lernen, ihre Signale zu lesen und zu wissen, wann es Zeit ist, sich zurückzuziehen.

Fazit

Die Tierfotografie ist eine spannende und erfüllende Disziplin, die dir die Möglichkeit gibt, die Wunder der Tierwelt aus nächster Nähe zu erleben und zu teilen. Mit der richtigen Ausrüstung, der richtigen Einstellung und viel Geduld kannst du beeindruckende Aufnahmen machen, die die Schönheit und Vielfalt der Tierwelt dokumentieren und den Betrachter faszinieren werden. Also pack deine Kamera ein und geh raus in die Natur - die Tierwelt wartet darauf, entdeckt zu werden!

FAQ

Es gibt viele gute Kameras für die Tierfotografie. Zu den derzeit beliebtesten Modellen gehören  die Canon EOS 7D Mark II, die Nikon D500 und die Sony Alpha 9. Diese Kameras bieten schnelle Serienbildfunktionen, einen zuverlässigen Autofokus und hervorragende Bildqualität.

Scheue Tiere zu fotografieren erfordert Geduld, Tarnung und ein gutes Verständnis für das Verhalten des Tieres. Ein Tarnzelt kann sehr nützlich sein, um dich in der Nähe des Tieres aufzuhalten, ohne es zu stören. Es kann auch hilfreich sein, früh am Morgen oder spät am Abend zu fotografieren, wenn die Tiere am aktivsten sind.

Es gibt viele Möglichkeiten, deine Tierfotos zu verbessern. Man kann das  natürliche Licht wirkungsvoll nutzen (vor allem morgens und abends), sollte auf den Hintergrund der Aufnahmen achten und mit verschiedenen Perspektiven und Kompositionen experimentieren. Auch Kurse und Workshops zum Thema sind empfehlenswert, um neue Techniken zu lernen und Feedback von anderen Fotografen auf deine Bilder zu erhalten.

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Autor

Julia
Ich bin Julia, eine begeisterte Fotografin und Autorin in diesem Blog. Hier teile ich meine Erfahrungen, Tipps und Tricks rund um die Fotografie, Design und Marketing. Begleite mich auf meinem kreativen Abenteuer und lass dich inspirieren!
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